Selbstführung 2/3 Perspektivwechsel praktisch – Leidenschaft, die von innen kommt

Lukas 19, 41.42: Als Jesus die Stadt Jerusalem vor sich liegen sah, weinte er über sie. Wenn du doch nur erkannt hättest, was dir Frieden bringt!

Über welches Thema kannst Du bis spät nachts sprechen, ohne müde zu werden? Wenn du eine Fernsehansprache im öffentlichen Fernsehsender halten könntest, worüber würdest du sprechen? Diese und viele andere Fragen mehr habe ich auf kleinen gelben Karten stehen. Damit eröffne ich manchmal ein Seminar oder ein Kleingruppentreffen. Solche Eisbrecher-Fragen bringen Menschen in Bewegung, weil sie über etwas sprechen können, was sie wirklich bewegt.

Ein wesentlicher Aspekt der Selbstführung sind unsere Emotionen. Im Wort befindet sich schon das englische Wort für Bewegung. Sie setzen uns in Gang oder blockieren uns völlig. Wenn wir Zugang zu unseren Gefühlen haben, sind wir ihnen nicht ausgeliefert, sondern können bewusst mit ihnen umgehen. Auch das ist Selbstführung. Aufgaben, die überfordern verursachen Stress, Aufgaben, die uns unterfordern bringen Langeweile. Aufgaben, die uns fordern schaffen FLOW – einen positiven Fluss der Gefühle mit dem Wissen … ich krieg das hin!

Menschen, die lernen auf ihre Gefühle zu achten, können mit herausfordernden Situationen anders umgehen. Sie lassen sich nicht von destruktiven Gefühlen bestimmen. Sie finden Wege im Leid Ihrer Leidenschaft Raum zu geben. Was hat Gott in mein Leben gelegt? Was sind die unaufgebbaren Überzeugungen, für die ich stehe? Wo will ich unbedingt Veränderung sehen? Und sie sind in der Lage, Situationen oder Aufgaben zu finden, in der sie ihrer Leidenschaft Ausdruck geben. Sie werden nicht von den Umständen bestimmt, sondern von Ihren Überzeugungen. Ein Künstler malt keine Bilder, um Geld zu verdienen, sondern weil er etwas ausdrücken will, ein Menschenrechtler setzt sich politisch Unterdrückte ein, nicht weil es ein einfacher Weg ist zu leben, sondern weil er etwas verändern will und ein Gemeindegründer zieht mit seiner Familie in eine neue Stadt, um VIPs zu einem jesusmässigen Leben zu inspirieren.

FLOW bedeutet zu wissen, ich bin am richtigen Platz und tue das Richtige. Es bedeutet nicht ein ständiges emotionales Hoch und auch nicht, dass alles leicht von der Hand geht. Es meint das eigenverantwortliche Handeln des Menschen, der Stimme des eigenen Herzens zu folgen und Risiken einzugehen. Die Tage sagte mit ein Ehepaar im Coaching, ‚Könnte es sein, das Gott mit uns was Neues vorhat?‘ Dies kann bedeuten, Altes zu verlassen, aufbrechen, Risiken eingehen, auf dem Wasser zu gehen um zu erkennen, dass Er schon da ist.

Welche Aufgaben und Herausforderungen passen in diesem Sinne zu Dir? Das kann sehr konkret Aufgaben vor Ort sein oder es kann um Lebensentscheidungen gehen. Welche Schritte hast Du zu gehen, damit nicht die Umstände Dich bestimmen, sondern Du im FLOW Gottes bist? Die nachstehenden Fragen können Dir dazu helfen.

F - Fähigkeiten kennen
•    Bist Du der Aufgabe gewachsen?
•    Fühlst Du Dich von der Aktivität weder über- noch unterfordert?
•    Bringst Du ausreichend körperliche, psychische und intellektuelle Ressourcen mit, um das Projekt erfolgreich abzuschließen?

L - Leistungsanforderungen bestimmen
•    Sind die Ziele und Anforderungen der Aktivität klar definiert?
•    Weißt Du, was Du tun musst, um das Ziel zu erreichen?
•    Findest Du die Aktivität sinnvoll?

O - Orientierung erhalten
•    Erhältst Du unmittelbare Rückmeldung auf Deine Aktivität?
•    Wird es Dir mitgeteilt, wenn Du einen Fehler machst?
•    Welche Messgrößen sagen Dir, wann Du erfolgreich sind?

W - Wirklichkeit gestalten
•    Hast Du die volle Kontrolle über Deine Aufgabe?
•    Kannst Du Dich voll und ganz auf Dein Handeln konzentrieren?
•    Wie kannst Du etwaiger Fremdsteuerung Grenzen setzen?

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